Essen ohne Drama -Umgang mit wählerischen Essern

„Ich mag das nicht!“ – Diese Worte am Esstisch können Eltern in den Wahnsinn treiben. Aber keine Sorge: Wählerisches Essen ist nicht das Ende der Welt. Als Kindercoach zeige ich, wie ihr entspannt mit den Eigenheiten kleiner Esser umgeht, ohne in ständige Diskussionen zu verfallen. Mit einer Prise Geduld, kreativen Ansätzen und der richtigen Portion Verständnis könnt ihr das Essen wieder zu einem harmonischen Familienmoment machen. Lest weiter, um herauszufinden, wie ihr aus kleinen Essensverweigerern neugierige Probierer macht – und warum Brokkoli dabei gar nicht so schlecht wegkommt.

Kurzgeschichte aus meiner Kindheit

Ich erinnere mich noch gut an den Brokkoli-Zwischenfall. Meine Mutter stellte stolz einen dampfenden Teller Gemüse auf den Tisch. Mein Gesicht sprach Bände: „Igitt, grün!“ Mama versuchte alles – locken, loben, sogar Bestechung mit Nachtisch. Doch der Brokkoli blieb stehen. Frustriert gab sie auf, und ich fühlte mich wie der „kleine Gewinner“ des Essenskriegs. Was mir damals fehlte, war Verständnis, Geduld und ein bisschen Kreativität, um den Brokkoli zumindest mal zu probieren.

Warum wählerisches Essen normal ist

Kinder sind von Natur aus neugierig, aber auch skeptisch – vor allem bei neuen Lebensmitteln. Ihre Vorlieben ändern sich mit der Zeit, und was sie heute ablehnen, kann morgen plötzlich „das Beste überhaupt“ sein. Es geht nicht darum, dass sie uns ärgern wollen. Vielmehr entdecken sie ihren Geschmack und lernen, Entscheidungen zu treffen.

Wie du Essen ohne Drama gestalten kannst

Druck rausnehmen
Kinder sollten nie das Gefühl haben, dass sie zum Essen gezwungen werden. Stattdessen hilft es, eine lockere Atmosphäre zu schaffen.

  1. Vorbild sein
    Zeige, wie lecker und bunt eine Mahlzeit sein kann, indem du selbst genießt. Kinder orientieren sich oft an den Eltern.

  2. Mitentscheiden lassen
    Biete deinem Kind Auswahlmöglichkeiten: „Möchtest du heute Gurken oder Paprika?“ So fühlen sie sich ernst genommen und sind eher bereit, etwas Neues zu probieren.

  3. Essen als Erlebnis gestalten
    Ein Gemüsegesicht auf dem Teller oder gemeinsames Zubereiten in der Küche machen das Essen aufregender.

  4. Geduld haben
    Geschmäcker entwickeln sich langsam. Wenn dein Kind heute den Spinat verweigert, heißt das nicht, dass er in ein paar Monaten nicht doch zum Favoriten wird.

Eltern als Schlüssel zum Genuss

Essen sollte keine Stresssituation sein, sondern eine Chance, positive Erfahrungen zu sammeln. Kinder lernen am besten, wenn sie sich sicher und verstanden fühlen – auch am Esstisch. Indem wir Geduld zeigen, Druck vermeiden und spielerisch ans Thema herangehen, schaffen wir eine entspannte Atmosphäre, in der Essen Freude macht.

Fazit: Ein entspannter Tisch für alle

Wählerisches Essverhalten ist eine Phase, kein Dauerzustand. Mit Geduld, Humor und kreativen Ideen könnt ihr das Thema Essen harmonisch gestalten. Und wer weiß – vielleicht wird der Brokkoli eines Tages der Star auf dem Teller deines Kindes. 😊

Essen ohne Drama ist möglich – und euer Familienalltag wird dadurch ein Stück leichter und schöner!


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